Rasse: Retriever-Mix
Geb.-Datum: 10.09.2013
Geschlecht: männlich
Kastriert: ja
Größe: 52cm
Gewicht: 20kg
Kinder: nein
Verträglich mit:
Hunden: ja
Katzen: denkbar
Im Tierheim seit: 07.06.2021

Wenn man Spike kennenlernt und dann hört, dass er bereits seit 5 Jahren in einem Tierheim lebt, möchte man seinen Ohren nicht trauen.

Spike ist nämlich ein absolut lustiger, fröhlicher, verschmuster und wohlerzogener Hund, der einen sofort um den Finger wickelt und sich größte Mühe gibt seinem Menschen zu gefallen. Spike ist stubenrein, kann einige Stunden alleine bleiben, fährt problemlos im Auto mit, ist mit und ohne Leine ein angenehmer Begleiter bei Spaziergängen und zeigt sich gut verträglich mit Artgenossen. Der Retrievermix ist gut mit Leckerchen und Spielzeug zu begeistert und neben Fressen gehört Wasser zu seiner großen Leidenschaft.

Warum Spike trotzdem schon so lange im Tierheim sitzt hat einen guten Grund, denn Spike hat bereits mehrfach – ausschließlich im häuslichen Umfeld- seine Zähne eingesetzt. Wichtig ist nun allerdings zu wissen, dass bei Spike eine Epilepsieerkrankung vorliegt. Spike leidet zwar „nur“ unter fokalen Anfällen, diese haben  jedoch zur Folge, dass er neurologische Ausfälle bekommt und bei diesen – je nach Ausprägung – auch aggressiv reagiert. Im Nachhinein kann sich Spike nicht mehr an die Geschehnisse während eines epileptischen Anfalls erinnern.

Aber was nun? Spike ist zwar mit Medikamenten gut eingestellt, trotzdem kann es jeder Zeit zu einem Anfall kommen. Für Spike gibt es daher im Leben nur zwei Optionen: Entweder er verbringt sein ganzes Leben in einem Tierheimzwinger oder aber er trägt wenn Menschen oder andere Tiere anwesend sind einen Maulkorb. Was für viele Menschen grausam klingt stellt für Spike kein Problem da: er kann mit dem Maulkorb ein fast normales Hundeleben führen: schlafen, spielen, fressen, wie ein Weltmeister kuscheln und sogar Spielzeug aportieren. Getreu nach dem Motto: lieber ein Gitter vor der Schnauze als ein Gitter vor den Augen.

Nun ist es aber natürlich nicht damit getan einfach einen Maulkorb aufzusetzen, denn Spike braucht  Menschen, die Verständnis für seine Situation haben, ihm Sicherheit geben und es nicht gleich persönlich nehmen, wenn er auf Annäherungen nicht positiv reagiert, weil er gerade Kirmes im Kopf hat oder mit sich und seiner kleinen Welt überfordert ist.

Spike sucht also die Nadel im Heuhaufen: Hundeerfahrene und geduldig Menschen, die kein Problem damit haben, dass ihr Hund einen Maulkorb trägt, Medikamente benötigt und sich auch mal anders verhalten könnte, als man es erwartet.